Veranstaltungen

Aktuelle Veranstaltungen

 

Tagung

POLKOMM21: Meinungsbildung und Meinungsmacht in dissonanten Öffentlichkeiten

Freitag, 12. Februar 2021
Weizenbaum-Institut, online (hybrides Format)
Am 12. Februar 2021 findet die POLKOMM21, die gemeinsame Jahrestagung der Fachgruppe „Kommunikation und Politik“ der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK), des Arbeitskreises „Politik und Kommunikation“ der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) und der Fachgruppe „Politische Kommunikation“ der Schweizerischen Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaft (SGKM) statt. Das Thema der von uns mitorganisierten und am Weizenbaum (hybrides Format) stattfindenden Tagung lautet „Meinungsbildung und Meinungsmacht in dissonanten Öffentlichkeiten“. Der Fokus liegt auf der durch die Transformation digitaler Öffentlichkeiten erhöhten Komplexität von Prozessen der Meinungsbildung und des Kampfes um Deutungsmacht. Weitere aktuelle Informationen und die inhaltlichen Schwerpunkte der Tagung finden sich auf der Tagungswebsite.

Vergangene Veranstaltungen

Workshop

Colin J. Bennett: Privacy and Data-Driven Elections

Donnerstag/Freitag, 03/04. September 2020, 17:00 - 19:00 Uhr 
Weizenbaum-Institut, Raum A104

Together with Professor Colin J. Bennett from the University of Victoria (Canada) our research group hosted a two-day online workshop on the topic of Privacy and Data-Driven Elections. We know that privacy is important for democracy. Until recently, we have known relatively little about how privacy has been compromised by democracy – by the agents that seek to mobilize, engage and encourage us to vote – or not to vote. That situation has obviously changed, rapidly and dramatically. The publicity about the activities of Cambridge Analytica (CA) and the harvesting of Facebook data through third party applications have achieved extraordinary global prominence. Together with Professor Colin J. Bennett, co-author of the report „Privacy, Voter Surveillance and Democratic Engagement“ (PDF) we spoke about the macro-effects of data-driven elections and micro-targeting and how they have surfaced in different democratic countries. Aditionally we explored the various policy solutions for the regulation of data-driven elections protection, the various roles for advocates, NGOs and different national regulators and potential future research opportunities for social scientists and legal scholars.


Lektüreworkshop

Das Demokratieprinzip im Grundgesetz

Freitag, 31. Januar 2020, 10:00 - 16:00 Uhr 
Weizenbaum-Institut, Raum A104

Art. 20 Abs. 1 GG erklärt Demokratie zum Strukturprinzip deutscher Staatlichkeit. Vom Bundesverfassungsgericht wird es besonders dann gerne in Anschlag gebracht, wenn es gilt, Demokratiedefizite der Europäischen Union auszumachen. Denn erst ein hinreichendes demokratisches Legimationsniveau eröffne die Möglichkeit einer weitergehenden europäischen Integration. Doch wie müssen solche Legitimationsketten ausgestaltet sein und wer ist legitimierendes Subjekt im verfassungsrechtlichen Sinn? In Ermangelung einer einheitlichen theoretischen Grundlegung, lässt sich das Demokratieverständnis von Verfassung und Verfassungsgericht nur fragmentarisch rekonstruieren. Im Workshop „Das Demokratieprinzip im Grundgesetz“ möchten wir uns der Problematik aus vier Perspektiven nähern.


Werkstattgespräch

Experimentelle Räume für digitale Kompetenzen, Civic Tech und die Politisierung der Technologie

Donnerstag, 16. Januar 2020, 17.00 - 20.00 Uhr 
Berlin Open Lab
Einsteinufer 43, 10587 Berlin

Wie müssen Räume beschaffen sein, in denen mit digitalen Technologien experimentiert wird, diese erfahren und weiterentwickelt werden? Wie können wir Zugang zu und Wissen um digitale Technologien ermöglichen, und vor allem Wege schaffen, diese zu gestalten, sie weiterzuentwickeln und damit zu experimentieren? In kollaborativen Räumen und Formaten der Auseinandersetzung, des Lernens und Lehrens und der demokratischen Partizipation wird die digitale Transformation ausgehandelt und danach gefragt, welche digitalen Zukünfte wir erschaffen und Teil von sein wollen. Einige Initiativen wie das CityLAB Berlin, bUm_Raum für engagierte Zivilgesellschaft, das Verschwörhaus und KiezDigital arbeiten mit Bürger*innen und Communities auf lokaler Ebene und gemeinwohlorientiert zusammen. Im Werkstattgespräch wollen wir gemeinsam danach fragen, welche Formate und Strategien sich bewährt haben, offen über Schwierigkeiten, Erfolge und Erkenntnisse sprechen und einen Raum für kollektives Lernen schaffen. Sie sind herzlich eingeladen, am Gespräch teilzunehmen!


Weizenbaum meets

Roberto Frega: Pragmatism and the Wide View of Democracy 

Dienstag, 03. Dezember 2019, 10.00 - 12.30 Uhr 
Weizenbaum Institut, Raum A 106 Policy Brief
Zusammen mit dem Buchautor Roberto Frega hatten wir die Gelegenheit über die Demokratie als ein umfassendes gesellschaftliches Projekt und nicht nur politischen Regimes zu diskutieren. Sein aktuelles Werk „Pragmatism and the Wide View of Democracy“ beschäftigt sich Frega mit der Sichtweise einer Demokratie in einem breiteren normativen Rahmen zu denken. Besonders stützt er sich dabei auf den amerikanischen Pragmatismus und der kritischen Theorie. Gemeinsam diskutierten wir über wichtige Vorschläge für die soziale Demokratie und dem demokratischen Experimentalismus und stellten dabei die besondere Notwendigkeit des Pragmatismus heraus. Damit soll die Grenze zwischen den verschiedenen Akteuren verwischt und der Öffnung des Bereichs der Öffentlichkeit gedient werden.  

Weizenbaum meets

Julian Jaursch: Regulatorische Reaktionen auf Desinformation

Dienstag, 27 November 2019, 11.00 - 12.30 Uhr 
Weizenbaum-Institut, Raum A106
Policy Brief

Was tut Deutschland, und was die EU, um gegen manipulative Meinungsmache auf digitalen Plattformen vorzugehen? Diese Frage haben wir gemeinsam mit Julian Jaursch von der Stiftung Neue Verantwortung beim uns am Weizenbaum Institut diskutiert. Jaursch ist Autor eines jüngst veröffentlichten Policy Papers zu Regulatorischen Reaktionen auf Desinformation. Desinformation ist nicht durch digitale Medien entstanden, aber Microtargting, Personalisierung und Netzwerkeffekte erleichtern ihre Verbreitung. Bei der Problematik der Desinformation geht es ferner nicht einfach um eine falsch verbreitete Information. Das Thema berührt Fragen der Meinungsfreiheit, der Datenmacht der Unternehmen hinter den sozialen Netzwerken und deren aufmerksamkeitsgetriebene Funktionslogik ebenso wie die Frage nach der Rolle journalistischer Gatekeeper. Um Desinformation entgegenzuwirken braucht es daher nicht nur restriktive Regulierung gegen solche Inhalte, sondern vor allem auch solche regulatorrischen Maßnahmen, die es Nutzer*innen sozialer Netzwerke ermöglichen, frei und unabhängig online eine eigene Meinung zu bilden.


Weizenbaum meets

Nicolas Suzor: A new social contract for the digital age – the responsibilities of platforms

Dienstag 26. November 2019, 13.00 - 14.30 Uhr 
Weizenbaum-Institut, Raum C102
Veranstaltungswebsite

Rampant abuse, hate speech, censorship, bias, and disinformation – our Internet has problems. It is governed by technology companies – search engines, social media platforms, content hosts, and infrastructure providers – whose rules influence what we are allowed to see and say. These companies govern our digital environment, but they are also subject to pressure from governments and other powerful actors to censor and control the flow of information online. As governments around the world grapple with how to regulate digital media platforms, it’s clear that big changes are coming. We are now at a constitutional moment – an opportunity to rethink the basic rules of how the Internet is governed. Can we build a vibrant, diverse, and flourishing internet that can promote fundamental human rights? Nicolas Suzor argues that, if we care about the future of our shared social spaces, we need a new constitutionalism: real limits on how power is exercised online.


Konferenz

ipb-Jahrestagung 2019 – Soziale Bewegungen im digitalen Zeitalter

Freitag/Samstag, 15./16. November 2019
Weizenbaum-Institut, Raum A104
Website
Konferenzprogramm

Die diesjährige Jahrestagung des IPB widmet sich den Herausforderungen und Chancen für Pro­teste und Bewegungen im digitalen Zeitalter. Gemeinsam fragen wir: Wie müssen wir Protest im digitalen Kontext verstehen? Wodurch unter­scheiden und wie ergänzen sich Organisierung und Mobilisierung online und offline? Trägt die Struktur digitaler Plattformen dazu bei, dass besonders reaktionäre Bewegungen profitieren? Wie können digitale Räume emanzipatorische Politikansätze stärken? Welche methodischen und empirischen Herausforderungen sind mit der Erforschung von Bewegungen und Protest im Netz verbunden?

 


Weizenbaum Fellow Kolloquium

Eva Weber-Guskar: Der Begriff der Menschenwürde in Leitlinien für eine Ethik der Digitalisierung

Dienstag, 12. November 2019, 13-14:30 Uhr 
Weizenbaum-Institut, Raum A104

Angesichts neuer moralischer Fragen, die mit der Erfindung und Nutzung neuer Technologien zu tun haben, wird gern warnend auf den Begriff der Menschenwürde zurückgegriffen. Das war z.B. der Fall, als Embryonenforschung und neue Reproduktionstechniken, auch mit Eingriff in die Genetik, möglich wurden. Wenig später, auch nach einer dadurch angestoßenen Intensivierung der philosophischen Forschung am Begriff, wurde jedoch klar, dass der Begriff der Menschenwürde in diesen Fällen gar nicht wirklich am Platz ist. Nun spielt der Begriff der Menschenwürde in Leitlinien zur Ethik des Digitalen wieder eine prominente Rolle. Zurecht? In diesem Vortrag wird ausgelotet, inwieweit sich Menschenwürde bei diesem Thema als zentrale moralische Orientierungsgröße eignet oder nicht.


Arbeitsgemeinschaft

AG Politische Theorie der digitalen Konstellation

Freitag/Samstag, 25./26. Oktober 2019
Center for Advanced Internet Studies, Bochum
Website

Im Oktober startet am CAIS in Bochum die von Sebastian Berg und Daniel Staemmler (FU Berlin) eingeworbene AG „Politische Theorie der digitalen Konstellation – forschungsprogrammatische Überlegungen zu Herrschaft und Widerstand“. Die Arbeitsgruppe bringt Nachwuchswissenschaftler*innen aus dem deutschsprachigen Raum zusammen, die auf dem jungen Feld der Digitalisierungsforschung und mit Bezug zur politischen Theorie promovieren.  Im Fokus stehen politische Theorien und die Ideengeschichte der Digitalisierung: Inwiefern werden implizite gesellschaftstheoretische Grundannahmen der politischen Theorie affiziert und welche systematischen Implikationen ergeben sich daraus für die jeweiligen Theorien? Wie kann die politische Theorie gehaltvoll zu Phänomenen der Digitalisierung sprechen, während sie einerseits die veränderten Bedingungen reflektiert, andererseits ihre normativen Prämissen beibehält? Die AG möchte diese Überlegungen entlang der Dichotomie von Herrschaft und Widerstand als einer der klassischen Leitdifferenzen des politischen Denkens nachverfolgen.


Lektüreworkshop

Repräsentation & Demokratie

Freitag, 05. Juli 2019, 10:00 - 16:00 Uhr 
Weizenbaum-Institut, Raum A104

Der interdisziplinäre Lektüreworkshop mit Marina Matinez Mateo und Michel Dormal setzte an der Diskussion um die Rolle von Repräsentation für Demokratie an und nahm diese zum Anlass, klassische und aktuelle Texte demokratischer Repräsentationstheorie erneut zu befragen und kritisch zu diskutieren. Die Leitfragen hierbei waren: Was ist demokratische Repräsentation und welche Funktionen kann sie für die Demokratie leisten? Wie werden Partizipation und Minderheitenpositionen in Rerpräsentationsprozessen inkludiert? Und welche  Rolle spielt bei alldem die zunehmende Digitalisierung der Politik? 


Weizenbaum meets

Adrien Barbaresi/ Jens Pohlmann: The IT-Blog Sphere and Its Impact on Digital Policy

Dienstag, 02.Juli 2019 10:00-12:00 Uhr
Weizenbaum-Institut, Raum A104-A105
Veranstaltungswebsite

Following the assumption that the IT-blog sphere represents an avant-garde of technologically and socially interested experts, Jens Pohlmann and Adrien Barbaresi presented a research platform to observe its input on the public discussion of matters situated at the intersection of technology and society. Based on text and metadata from about 400 IT-blogs from Germany and the U.S. (IT-Blog corpus), th platform allows to study the discussion regarding digital policy and compare the digital public sphere with the discourse in traditional media settings as well as the policy discussion.


Weizenbaum Fellow Talk

Mareile Kaufmann: Hacking as a Practice of Disputing Online Surveillance

Dienstag, 11. Juni 2019 14:00-16:00 Uhr
Weizenbaum-Institut, Raum A104-A105
Veranstaltungswebsite | Podcast

Mareile Kaufmann will first introduce current debates about hackers as interrogators of surveillance. Instead of portraying hacking as a simple counterculture she seeks to complicate dichotomies of power vs. resistance, online vs. offline, and technological system vs. social practice. Based on qualitative interviews she introduces the diverse sometimes ambiguous hacking practices that question online surveillance. She will then develop the concept of dispute as capturing exactly these multiplicities. The small, but constitutive dynamics of disputing online surveillance not only create political momentum but call for a rethinking of the totality of surveillance metaphors used today. The talk is part of a larger project that explores dataveillance and answers to dataveillance.


Workshop

Die demokratische Frage neu gestellt? Civic Tech und politisches Handeln in der digitalen Konstellation

Freitag, 7. Juni 2019,  10:00 - 16:00 Uhr 
Weizenbaum-Institut, Raum A104-105

Im Diskurs über Gefahren und Potenziale digitaler Technologien für Gesellschaft und Demokratie richtet sich das Augenmerk regelmäßig auf private Intermediäre und staatliche Akteure. Die Bedeutung der Zivilgesellschaft, ihrer digitalen Pioniere und das der Demokratie innewohnende Innovationspotenzial, über ihre eigene Verfasstheit zu bestimmen, werden demgegenüber seltener untersucht. Dieser in Zusammenarbeit mit Betterplace.lab erarbeitete Workshop brachte Wissenschaftler*innen aus ganz Deutschland in Kontakt mit insgesamt elf teilnehmenden zivilgesellschaftlichen Initiativen, die digitale Demokratietools entwickeln (etwa Liquid Democracy, Frag-den-Staat, TraceMap, Hate Aid). Gemeinsame wurden Möglichkeitsräume ausgelotet, Demokratie in einer vernetzten Gesellschaft neu zu denken und zu gestalten.


Weizenbaum Fellow Talk

Vincent August: The Rise of Network Ideas: From Cybernetics to Governance

28. Mai 2019, 14:00 - 16:00 Uhr
Weizenbaum-Institut, Raum A104
Veranstaltungswebsite | Podcast

Why is it that we describe our societies in terms of networks? Academic and popular literature usually suggests that computers and the internet produced the network society. However, there is another story to be told. Vincent August revealed how social and political thought deliberately enforced cybernetic network ideas to re-shape the way we think about society and politics. In a historical perspective, his talk traced concepts of complexity, self-regulation, and network governance from their origins in cybernetics via the “silent revolution” of the 1970s to the present. In a systematic perspective, it examined the demands for diversity and creativity as well as the massive shift in our understanding of subjectivity and power that resulted from the rise of network ideas.


Weizenbaum meets

Colin Bennett: The Encoded Voter – Data-Driven Elections in Western Democracies

Montag, 20. Mai 2019, 18:00 - 19:30 Uhr
Weizenbaum-Institut, Raum A103–A105
Veranstaltungswebsite

It is now widely supposed in many democracies that the modern political campaign needs to be “data driven” to consolidate existing support and to find potential new voters and donors. The capture of data on political opinions and affiliation permits the construction of profiles on individual voters and the “micro-targeting” of increasingly precise messages to increasingly refined segments of the electorate. In view of this Colin Bennett asked to what extent should modern campaigns be allowed to “know” the electorate? He illustrated that the answer to this question relies to some extent on privacy and data protection rules, based on principles of notice and consent. But the answer also relies on deeper theoretical issues concerning democracy and political culture. How can we understand the development of data-driven elections in western democracies in broader theoretical terms? And what factors should, and will, shape the entrance and impact of micro-targeting practices into different Western democracies?


Workshop

Das IGF 2019 und die Rolle Europas in der Internet Governance

Dienstag, 14. Mai 2019
European School of Management and Technology

Der gemeinsam mit ESMT und SWP ausgerichtete Workshop hatte zum Ziel, im Vorfeld des IGF 2019 einen Austausch zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen und Think Tanks zu Fragen der globalen Internet Governance zu ermöglichen. Ausgehend von drei Querschnittsfragen – Was sollten die Ziele einer europäischen Politik im Feld der Internet Governance sein? Was sind aus europäischer Sicht die zentralen policy-Probleme von Internet Governance? Welche Rolle kann Europa in der globalen Internet Governance spielen? – wurde für einen Tag von Experten aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft erörtert, wie Deutschland und Europa sich in einem für die globale Multistakeholder-Governance zentralen Jahr besser ausrichten und positionieren könne.


Weizenbaum meets

Matthias C. Kettemann: Die normative Ordnung des Internets

Dienstag,  2. April 2019 13:00 Uhr 
Weizenbaum-Institut, Raum A104
Veranstaltungswebsite | Podcast

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum: Doch was können Staatsrecht, Europarecht, Völkerrecht und nicht-staatliche, transnationale und hybride Regelungsarrangements angesichts politischer Polarisierung zwischen Internetfreiheit und Cybersicherheit leisten? Vor der Folie der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Auswirkungen der Informations- und Kommunikationstechnologien entwickelte Matthias Kettemann die Grundlagen für die Herausbildung einer normativen Ordnung des Internets. Als Grundkonflikt der normativen Ordnung des Internets identifizierte er die widerstrebenden Interessen verschiedener Stakeholder in der Implementierung des Regelungsziels der Internet Governance.


Weizenbaum meets

Andrew Sullivan: Building a stronger IGF

Montag, 1.April 2019, 17:30 - 18:00 Uhr
Weizenbaum-Institut, Raum A103–A105
Veranstaltungswebsite | Podcast

The Internet Governance Forum (IGF) – which will bring 3000 Internet Policy experts from around the world to Berlin this November – has been a unique platform to address key Internet policy issues in an open and multistakeholder fashion. However, the Internet Society is concerned that the IGF community is showing signs of fatique – less highlevel attendance, diffuse outcomes, lack of stable funding sources. The IGF needs to evolve by simplifying its format, developing more tangible outcomes, and raising its profile. If the IGF doesnt become stronger and evolve with urgency, there is a risk that more top-down alternatives will gain strength, which means that discussions about the most pressing issues are taken to other spaces, and these spaces may not be open or inclusive of a wide range of stakeholders.
We need to understake strong efforts to work urgently to improve the IGF so that it remains an effective platform to address the critical challenges facing the future of the Internet.


WZB Berlin

Junge Wissenschaft trifft Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Donnerstag, 14. März 2019    
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Reichpietschufer 50, 10785 Berlin
Dokumentation | Video

Im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums des WZB sprachen junge WZB-Forscherinnen und -Forscher mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier über die liberale Demokratie unter Bedrängnis. Thorsten Thiel, Leiter der Forschungsgruppe Digitalisierung und Demokratie, beschrieb die Merkmale einer digital veränderten Öffentlichkeit und fragte, wie begründet deren Wahrnehmung als Unruheherd ist und welche Formen der Intervention und Regulierung geboten erscheinen.


Lektüreworkworkshop

Populismus

Freitag, 22. Februar 2019 10:00 -16:00 Uhr 
Weizenbaum-Institut, Raum A104

Der interdisziplinärer Lektüreworkshop mit Veith Selk und Kolja Möller nahm die in Folge des Aufstiegs des Populismus geführten politischen wie sozialwissenschaftlichen Debatte zum Anlass, klassische und aktuelle Texte der Populismusforschung kritisch zu diskutieren, die mit Blick hierauf unterschiedliche Positionen vertreten. Die Leitfragen hierbei waren: Was ist Populismus? Welche Ursachen liegen ihm zugrunde und was bedeutet sein Aufstieg für die Demokratie? Wie steht es um das Verhältnis von Rechtspopulismus zum Konservatismus? Und welche Rolle spielt bei alldem die zunehmende Digitalisierung der Politik? 


Workshop

R für Sozialwissenschaftler

Donnerstag, 14. Februar 2019
Weizenbaum-Institut, Raum A104

Tim König gab eine Einführung in die Verwendung der Programmiersprache R in den Sozialwissenschaften. Besonderer Fokus lag dabei auf der Analyse von Social Media Daten am Beispiel von Twitter. Wie werden diese Daten gesammelt, worauf ist bei der Akquise zu achten und was sind die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Twitter APIs? Welche Daten können gesammelt werden und wie sind diese auszuwerten? Was verbirgt sich hinter der Botometer API zur Boterkennung und wie kann diese direkt in R implementiert werden? Wie können Twitterdaten als Netzwerke repräsentiert und zur einfach Visualisierung in das Programm Gephi exportiert werden? Und schließlich: was verbirgt sich hinter Topic Models, welche Schritte sind nötig, um sie einzusetzen und was sind die Vorteile des Structural Topic Modeling? Ohne Vorwissen in R vorauszusetzen, gab der Workshop einen Überblick über die Methodologie der vorgestellten Techniken, deren Vorteile und Limitationen. Ziel war es, Kenntnisse über diese in der Erforschung des Digitalen mittlerweile häufig eingesetzten Methoden zu vermitteln und Begeisterung für die Computational Social Sciences zu wecken.


Weizenbaum Fellow Talk

Alexander Weiß: Chinese and Indian Perceptions of the Digital Challenge for Democracy

Mittwoch, 12. Dezember 2018
Weizenbaum-Institut, Raum A104
Veranstaltungswebsite | Podcast

What should a democracy know about citizens? While in times of digital surveillance and Big Data we may need new answers to this question, the general relation between digital transformation and democracy as object of democratic theory remains complex – on the one hand for the conceptual diversity of ‘digital transformation’ but also and additionally because ‘democracy’ itself is understood and conceptualized differently. In his talk, Alexander Weiß showed that the spectrum of understandings and meanings of democracy is even broader than we know from Western discourses: Democratic thought specifically reacting to regional and historical constellations is existing in all regions of the world, e.g., democratic thought from India and China has evolved in rich and diverse traditions. Before this horizon his question was: How is digital transformation perceived, framed, and evaluated in Chinese and Indian theories of democracy?


Hackathon

Datenauswertung eines demokratischen Dialogtools

Samstag, 8. Dezember 2018
Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft

In einem eintägigen Datenanalyse-Workshop hat die Forschungsgruppe mithilfe des Datenanalysenetzwerks CorrelAid die Daten des Dialogtools Diskutier Mit Mir ausgewertet und analysiert. Der Workshop bildete den empirischen Anknüpfungspunkt zur normativen Demokratieworkshop-Reihe der Forschungsgruppe, welche sich im Oktober der deliberativen Demokratietheorie widmete. Unser Doktorand Niklas sitzt im Vorstand des Diskutier Mit Mir e.V., einem gemeinnützigen Verein, der den demokratischen Dialog zwischen Andersdenkenden fördert. CorrelAid ist ein Netzwerk junger Datenanalystinnen und –analysten aus ganz Deutschland, die gemeinnützige Organisationen bei der Aufbereitung und Auswertung von Daten beraten und unterstützen.


Hintergrundgespräch

Gemeinwohlorientierte Digitalisierung in Städten und Gemeinden

Mittwoch, 17. Oktober 2018
Weizenbaum-Institut

Städte und Gemeinden müssen sich aktiv mit den Herausforderungen des digitalen Wandels beschäftigen. Vernetzung und Digitalisierung als Zukunftschance für Demokratie, Zivilgesellschaft und Wirtschaft zu begreifen, erfordert neue Kompetenzen, Arbeitsweisen und Entscheidungswege. In einem Workshop haben wir daher in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe „Verantwortung und das Internet der Dinge“ Projektverantwortliche aus Städten und Gemeinden, VertreterInnen aus Nichtregierungsorganisationen (etwa Ver.di, OrganiCity, Open Knowledge Foundation) und WissenschaftlerInnen zusammengebracht, um Perspektiven, Strategien und Möglichkeiten einer gemeinwohlorientierten Digitalisierung zu diskutieren und erarbeiten.


Lektüreworkworkshop

Deliberative Demokratietheorien

12. Oktober 2018

Im dritten Teil unserer Workshopreihe zu Demokratietheorien erarbeiteten wir mit unserem Gast Alexander Weiß die Grundzüge deliberativer Demokratietheorie. Der Siegeszug deliberativer Demokratietheorie seit den 90er Jahren hat die Demokratieforschung stark geprägt. Wir erarbeiteten uns sowohl die klassischen normativen Grundlagen der deliberativdemokratischen Argumentation als auch heutige Anpassungen.


Panel: DVPW Kongress 2018

Digitalisierung und Demokratieforschung

27. September 2018, 14:00 - 15:30 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Hz10
Wie lassen sich Digitalisierung und Demokratieforschung verbinden? Inwiefern unterscheiden sich die Herausforderungen für normative und empirische Demokratietheorie? Diesen Fragestellungen ging ein von Karoline Helbig und Alexander Weiß organisiertes Panel auf dem DVPW-Kongress 2018 nach. Beiträge: Wulf Loh, Sebastian Berg, Pascal D. König, Thomas Waldvogel/Thomas Metz/Uwe Wagschal und Serarphine F. Maerz/Carsten Q. Schneider.

Panel: DVPW-Kongress 2018

Öffentlichkeit als digitale Plattform: Herausforderung für die Demokratie?

25. September 2018, 16:00 - 17:30 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Hz13

Die Macht privater Plattformen, die Verbreitung von Fake News, die Polarisierung der Bürgerschaft: Digitalisierung und der mit ihr einhergehende gesellschaftliche Strukturwandel fordern die Institutionen der Demokratie in vielerlei Hinsicht heraus. Doch inwiefern kann und sollte die Demokratie sich wehren? Wie weit reicht das Recht oder sogar die Pflicht demokratischer Staaten, die Bedingungen und Normen öffentlicher Kommunikation zu gestalten oder zu begrenzen? Diese und weitere Fragen diskutierte das von Jeanette Hofmann und Thorsten Thiel auf dem DVPW-Kongress 2018 organisierte Panel „Öffentlichkeit als digitale Plattform“. Neben einem gemeinsamen Vortrag von Jeanette und Thorsten zu „Wartungsarbeiten am Fundament – Digitalisierung als Scheinwerfer auf das Verhältnis von Öffenltichkeit und Demokratie“ gab es Beiträge von Christian Stöcker, Leonhard Dobusch und Claudia Ritzi.


Fellow Talk

Christoph Raetzsch: New Infrastructures of Publics and the Circulation of Communicative Objects

Dienstag, 11.09.2018
Weizenbaum-Institut, Raum A104
Christoph Raetzsch drafts an infrastructural perspective on the public sphere through the concept of communicative objects. Instead of the normative approach on the technological and socio-cultural formation of public communication, the concept is intended to question the importance of journalism as a central agent of the public and overcomes the normative distinction between public and private communication.

Workshop: UniWIND Tagung 2018

Kooperationen in den Geistes- und Sozialwissenschaften

Dienstag, 06.September 2018, 14:00-15:30 Uhr
TU München, MW 1.639
Präsentation

Der Workshop warf einen Blick auf die besonderen Bedingungen der kooperativen Promotion in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Welche Rolle spielen einrichtungsübergreifende, kooperative Promotionsverfahren? Während in diesen Disziplinen die Vorstellung eines individuellen Verfahren, das von der Betreuung des Promovierenden durch einen Doktorvater bzw. eine Doktormutter geprägt ist, noch stark ist, werden durch interdisziplinäre Zentren und strukturierte Programme – wie das Weizenbaum-Institut – zunehmend die Bedingungen und Betreuungskulturen verändert. Der Workshop diskutiert, wie sich diese neuen Bedingungen auswirken und wie viel Standardisierung notwendig und möglich ist. Der zentrale Fokus lag auf kollaborativem Arbeiten in der Phase der Promotion.


Panel: ECPR General Conference 2018

The State of Digital Democratic Theory

23. August 2018, 15:50 - 17:30 Uhr
Hamburg University, VMP9/B528

Digitalization is often said to pose a fundamental challenge to democracy. Diagnoses range from societal polarization to algorithmic decision-making, from sidelining the institutions of democratic will formation to undermining the capacity of sovereign nation states to act. While all these challenges are actively discussed in the public there has not been much of a theoretical debate about how to react to the structural changes that societies experience in the course of the digital transformation. The panel -organized by Thorsten Thiel – adressed, whether the disinterested attitude of most theorists still suffices, or whether, how and in what regards democratic theory has to adapt its premises and perspectives in order to inform our judgment on the fast-changing societal order. Contributions came from Janosik Herder, Karoline Helbig, Alexander Weiss, Martin Oppelt, Anja Mihr, Isabella Herrmann, and Jasmin Siri. Due to the high number of submissions there has been a second part of the panel (on September 26), chaired by Jasmin Siri, with presentations by Michael Oswald, Andreas Schäfer, Thorsten Thiel, and Wulf Loh.


Lektüreworkworkshop

Radikale Demokratietheorien

 13. Juli 2018   
WZB, Raum B001

Radikale Demokratietheorien rücken den Konflikt und seine Austragung ins Zentrum der Demokratietheorie. Gemeinsam mit Steffen Herrmann gingen wir in dem zweiten Lektüreworkshop zu Demokratietheorien der Frage nach, wie unterschiedliche Vertreter der radikalen Demokratietheorie, das Politische konzipieren und inwiefern radikale Demokratietheorien einen eigenständigen und relevanten Zugriff auf den Medienwandel liefern.


Lektüreworkworkshop

Pragmatische Demokratietheorien

 27. April 2018 
WZB, Raum B001

Der interdisziplinärer Lektüreworkshop mit Andreas Antic hatte die Philosophie und Demokratietheorie des Pragmatismus zum Gegenstand. Neben einer Einführung in zentrale Texte des klassischen und aktuellen Pragmatismus wurde mit der Besprechung eines Teils von Andreas Antics Monographie „Digitale Öffentlichkeit und intelligente Kooperation“ ein Brückenschlag zu der Frage unternommen, inwiefern pragmatistische Demokratietheorien einen guten Ausgangspunkt für Forschung zum digitalen Strukturwandel bieten