Vortrag auf der IPSA 2021

Am Freitag dem 15.07.2021 haben  Sebastian und Daniel Staemmler auf dem 26., digital ausgetragenen World Congress of Political Science (IPSA) teilgenommen. Im Panel „Digital Innovation and Open Government: Tools for an Open World?“ ging es mit dem Chair Alberto Bitonti und dem Discussant Wolf Schünemann um die Frage, wie sich im Sinne des Open Government und unter Bedingungen digitaler Innovationen demokratisches Regieren neu und anders denken lässt. In ihrem Vortrag „The Democratic Question in Digital Terms“ haben Sebastian und Daniel darüber gesprochen, welche politischen Imaginäre Civic-Technology-Aktivist*innen antreiben, wie sich diese in digitale Applikationen und Infrastrukturen zur Partizipation oder Demokratie übersetzen und inwiefern sich so Überschneidungen mit wirtschaftlichen und politischen Konzepten der Innovation ergeben.

Amélie Heldt zu Besuch in unserem Kolloquium

Wir hatten gestern wieder einmal einen Gast in unserem Kolloquium: Amélie Heldt vom Hans-Bredow-Institut. Gemeinsam diskutierten wir den Sammelbandbeitrag von ihr und Stephan Dreyer: „Algorithmische Selektion und Privatheit. Aufmerksamkeitssteuerung durch Social Media-Plattformen als Autonomieeingriff?“. Thema reger Debatten waren dabei u. a. Grundrechtslücken, der Begriff der Autonomie und Aufmerksamkeits- bzw. Informationssteuerung. Wir bedanken uns bei Amélie für ihren Besuch und das spannende Gespräch!

Beitrag von Karoline in den WZB-Mitteilungen

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Unter dem Titel „Erfolgreiche Agenda-Setter. Influencer und ihr Potenzial politischer Einflussnahme“ ist ein Beitrag von Karoline in der Online-Version der aktuellen Ausgabe der WZB-Mitteilungen erschienen. Darin untersucht Karoline, auf welche Weise Social Media Influencer:innen auf gesellschaftliche Polarisierung Einfluss nehmen können. Sie beschreibt, wie Influencer:innen zum einen Themen und Inhalte für ein großes Publikum kuratieren und zum anderen zu ihrem Publikum sogenannte parasoziale Beziehungen aufbauen, die ihren Einfluss auch qualitativ verstärken. So können sie Polarisierung steigern, ihr aber auch entgegenwirken. Dabei sind Influencer jedoch immer auch an die sozialen und algorithmischen Bedingungen der Plattformen gebunden, auf denen sie ihre Inhalte verbreiten. Karoline plädiert dafür, dass Influencer:innen aufgrund dieser Eigenschaften im Diskurs um Polarisierung berücksichtigt werden müssen.

Den vollständigen Beitrag gibt es hier.

Thorsten bei Online-Diskussion der Bundeszentrale für politische Bildung (23.06.2021)

Zum Auftakt der Diskussionsreihe „Digitale Demokratie“ der Bundeszentrale für Politische Bildung wird Thorsten gemeinsam mit Christoph Neuberger, Geschäftsführender Direktor am Weizenbaum-Institut, und Alice Echtermann vom CORRECTIV.Faktencheck unter der Moderation von Vera Linß diskutieren. Themen sind u. a. Social-Media-Journalismus, Desinformation, Verschwörungsmythen, Medienkompetenz und der digitale Wahlkampf im Kontext der Bundestagswahl im September. Die Diskussion findet am 23. Juni von 13 Uhr bis 15:30 Uhr online statt, zur Anmeldung und zu weiteren Informationen geht es hier.

Werkstattgespräch mit Sebastian und Keno Potthast

Unter dem Titel „Manipuliert? Wählen im digitalen Zeitalter“ diskutierte Sebastian am 15. Juni 2021 mit Keno Potthast im Rahmen der Werkstattgespräche des Law & Society Institute der HU Berlin, die dieses Semester unter dem Thema „Qualen der Wahl: Herausforderungen demokratischer Repräsentation“ stattfinden. Moderiert von Amélie Pia Heldt erörterte der interdisziplinäre Dialog zwischen Politik- und Rechtswissenschaften die Implikationen des digitalen Zeitalters für das Wählen in der Bundesrepublik: unter welchen Bedingungen findet Meinungsbildung statt, welche Rolle kommt Techniken wie politischem Microtargeting oder Praktiken digitaler Desinformation zu, und wie kann und sollte eine demokratische Gesellschaft darauf reagieren? Mehr Infos zum Gespräch gibt es hier.

Weizenbaum Conference am 17. und 18. Juni

Am 17. und 18. Juni findet bereits die dritte Weizenbaum Conference unter dem Titel „Democracy in Flux – Order, Dynamics and Voices in Digital Public Space“ statt. In zahlreichen Panels und Keynotes geht es darum, wie die Verbreitung digitaler Technologien zu einem Wandel demokratischer Ordnungen, Akteur*innen und Praktiken beigetragen hat. Mehr Infos dazu gibt es hier oder im Programm. Jeanette und Thorsten aus unserer Forschungsgruppe werden folgende Panels moderieren:

  • Donnerstag, 17.06.2021 14:45–16:15 Uhr, Track A, Panel 1: „Ordering through Social Media and Plattforms“ (Jeanette Hofmann)
  • Donnerstag, 17.06.2021 16:30–18:00 Uhr, Track A, Panel 2: „Regulation of Digital Technologies“ (Jeanette Hofmann)
  • Freitag, 18.06.2021 11:30–13:00 Uhr, Track A, Panel 3: „De-Institutionalization of the Public Sphere“ (Jeanette Hofmann)
  • Freitag, 18.06.2021 11:30–13:00 Uhr, Track C, Panel 3: „Technologies: Novel Linkages and Networks“ (Thorsten Thiel)

Kostenlose Anmeldung zur Weizenbaum Conference 2021.

Vortrag auf der Konferenz „Politische Grundbegriffe im 21. Jahrhundert“

Am Freitag hat Sebastian an der digitalen Konferenz „Politische Grundbegriffe im 21. Jahrhundert“ teilgenommen, die vom Team um Tine Stein an der Universität Göttingen organisiert wurde und am 3. und 4. Juni 2021 stattfand. Unter dem Titel „Hacking the demos? Politische Repräsentation in der digitalen Konstellation“ hat Sebastian verschiedene politiktheoretische Ansätze diskutiert, die eine Krise politischer Repräsentation und eine Rückkehr massenmedialer, populistischer Repräsentationsbeziehungen konzidieren. Dagegen hat er stark gemacht, warum eine techniksensible Perspektive wichtig ist, um die Spezifika politischer Mobilisierung im Kontext von digitalen Plattformen präzise zu erfassen und so eine theoretische Weiterentwicklung politischer Grundbegriffe zu gewährleisten.

 

 

Vortrag auf der Data Justice Conference

„The Democratic Question in Digital Terms: Reconstructing political imaginaries of civic tech activists“ – unter diesem Titel haben  Sebastian und Daniel Staemmler einen Vortrag über die technopolitischen Imaginäre von Civic-Tech-Aktivist*innen gehalten. Dabei ging es ihnen besonders um die Frage, was für ein Verständnis von Demokratisierung dem Handeln der Akteur*innen zu Grunde liegt und wie dies die Gestaltung digitaler Infrastrukturen demokratischen Handelns prägt. Die Data Justice Conference fand vom 20. bis 21. Mai online statt und brachte Wissenschaftler*innen, Praktiker*innen und eine aktivitische Community zusammen, um gemeinsam über die Möglichkeiten und Herausforderungen zivilgesellschaftlicher Beteiligung in einer datafizierten Gesellschaft zu diskutieren.

Neue SHK gesucht

Du studierst Rechtswissenschaften im Haupt- oder Nebenfach und interessierst Dich für einen Job an der Schnittstelle von Digitalisierung und demokratischer Selbstbestimmung? Dann bewirb Dich bei uns, wir suchen ab dem 1. August eine neue SHK (m/w/d) für unsere Forschungsgruppe. Bewerbungsschluss ist der 15. Juni 2021, mehr Infos gibt es hier. Wir freuen uns auf Deine Bewerbung!