Workshop: Privacy and Data-Driven Elections with Professor Colin J. Bennett

Together with Professor Colin J. Bennett from the University of Victoria (Canada) our research group hosted a two-day online-seminar on the topic of Privacy and Data-Driven Elections. We know that privacy is important for democracy. Until recently, we have known relatively little about how privacy has been compromised by democracy – by the agents that seek to mobilize, engage and encourage us to vote – or not to vote. That situation has obviously changed, rapidly and dramatically. The publicity about the activities of Cambridge Analytica (CA) and the harvesting of Facebook data through third party applications have achieved extraordinary global prominence. Together with Professor Colin J. Bennett, co-author of the report „Privacy, Voter Surveillance and Democratic Engagement“ (PDF) we spoke about the macro-effects of data-driven elections and micro-targeting and how they have surfaced in different democratic countries. Aditionally, we explored the various policy solutions for the regulation of data-driven elections protection, the various roles for advocates, NGOs and different national regulators and potential future research opportunities for social scientists and legal scholars.

 

Jetzt erschienen: Die digitale Konstellation in der ZPol

Der Artikel „Die digitale Konstellation. Eine Positionsbestimmung“ von Sebastian, Niklas und Thorsten, der bereits seit Februar online first verfügbar ist, ist nun auch richtig veröffentlicht: Und zwar der Zeitschrift für Politikwissenschaft (Jahrgang 30, Heft 2, S. 171-191) – natürlich nach wie vor Open Access. Der ganze Band beschäftigt sich mit digitalisierte Demokratie und enthält neben unserem Beitrag auch noch viel weiteres Lesenswertes (zum ganzen Inhaltsverzeichnis: hier).

In dem Aufsatz machen wir einen Vorschlag für eine andere Form der politikwissenschaftlichen Auseinandersetzung  mit Digitalisierung, indem wir breit rezipierte Diagnosen der digitalen Gesellschaft in Nachbardisziplinen wie der Soziologie und Rechtswissenschaft (Baecker, Nassehi, Reckwitz, Stalder und Vesting) rekonstruieren und daraus eine Forschungsperspektive auf demokratietheoretische Fragen herleiten.

Digitaler Salon: Niklas diskutiert über Hatespeech in Onlinediskursen

Hatespeech und Diskussionskultur im Netz waren die Themen des letzten Digitalen Salons. Moderiert von Katja Weber unternahmen Philip Faigle von Zeit Online, Kommunikationswissenschaftlerin Laura Lackas und unser Doktorand Niklas Rakowski den Versuch einer Bestandsaufnahme des Problems. Wurde Hatespeech früher noch stärker als individuelles Problem des/r Betroffenen verstanden, tritt nun vermehrt die strukturelle Komponente zutage, da bestimmte Gruppen gezielt aus Onlinediskursen verdrängt werden. Zudem tauschte sich die Runde über mögliche Lösungsansätze aus. Dabei waren sich alle einig: es wird nicht die eine Antwort auf alle Herausforderungen digitaler Diskursräume geben. Doch es gibt viele Stellschrauben an denen Staat, Plattformen und Zivilgesellschaft drehen können. Weitere Informationen zur Diskussion finden sich hier.

We´re hiring!

Wenn du unser fantastisches Team unterstützen möchtest und für Fragen der gesellschaftlichen Folgen von Digitalisierung für die Demokratie mit besonderer Affinität zu Fragen der Politischen Theorie brennst, dann bist du bei uns genau richtig! Wir suchen eine wissenschafltiche Hilfkraft ab Mitte September. Alle Infos zum Bewerbungsverfahren unter dem Strich.

Weiterlesen

Leseempfehlung zum Wochenende: Kurzer Bericht von Niklas in der aktuellen SZ

Im vergangenen Jahr portraitierte die Süddeutsche Zeitung junge Kulturschaffende und Wissenschaftler*innen in der Reihe „Am Start“. In der aktuellen Ausgabe berichten nun die Portraitierten, was sich im letzten Jahr für sie verändert hat und welche Themen sie in den vergangenen Monat bewegt haben. Unser Doktorand Niklas Rakowski führt aus, wie die facettenreichen neuen Protestformen online,  #Blacklivesmatter Demonstrationen und Corona-Proteste sein Denken über die Versammlungsfreiheit beeinflusst haben. Nachzulesen in der heutigen Printausgabe der SZ.

CfP: Politische Theorie der digitalen Konstellation

Unter dem Titel “Politische Theorie der digitalen Konstellation“ geben Sebastian und Thorsten gemeinsam mit Daniel Staemmler (FU Berlin) ein Sonderheft der Zeitschrift für Politikwissenschaft (ZPol) heraus. Dieses widmet sich in theoretischen Perspektiven dem Zusammenhang von Politik und Digitalisierung. Die Beiträge sollen sich in diachroner Rekonstruktion, synchroner Analyse und normativer Perspektive kritisch mit dem Verhältnis von politischer Theorie und Digitalisierung auseinandersetzen, vorhandene normative Positionen reflektieren und die Erkenntnisse anderer Disziplinen – etwa den Science & Technology Studies oder der Technikphilosophie – in die politikwissenschaftliche Forschung integrieren, um so zu einer Politischen Theorie der digitalen Konstellation beitragen. Den ausführlichen Call for Papers findet ihr hier in deutscher oder englischer Sprache.

Für das Sonderheft erbitten wir bis zum 30. September 2020 Beitragsvorschläge in Form von extended abstracts mit max. 800 Wörtern (deutsch oder englisch). Nach einer ersten Kommentierung und Auswahlentscheidung durch die Herausgeber müssen die vollständigen Beiträge bis zum 30. Januar 2021 vorliegen. Die Beiträge gehen daraufhin in ein Double-Blind-Peer-Review-Verfahren und erscheinen bei erfolgreicher Begutachtung online first im Laufe des Jahres 2021. Beitragsvorschläge werden erbeten an: zpol.digitheo@wzb.eu

Artikel: Krisen-Experiment

In den jüngsten WZB-Mitteilungen wird unter der Überschrift „Neue Verhältnisse“ über die Corona-Pandemie und ihre gesellschaftlichen Folgen nachgedacht. Wir als Forschungsgruppe „Demokratie und Digitalisierung“ haben auch über das Thema geschrieben. Der Artikel „Krisen-Experiment. Wie der Hackathon #WirVsVirus neue Formen demokratischer Beteiligung erprobt“ ist ab sofort im Heft oder hier als PDF abrufbar. Mitgeschrieben haben: Sebastian Berg, Rebecca-Lea Korinek, Veza Clute-Simon, Niklas Rakowski und Thorsten Thiel. In dem Artikel untersuchen wir exemplarisch die Initiative #WirVsVirus als eine Form experimenteller Krisenpolitik, die es ermöglicht, partizipativ – und digital vermittelt – „Krisengemeinschaften“ zu bilden. Hierbei debattieren wir, wie sich in der Corona-Pandemie auch Demokratisierungsoptionen eröffnen und argumentieren, dass durchaus neue Möglichkeiten der Institutionalisierung beteiligungsoffener zivilgesellschaftlicher Lösungen an der Schnittstelle von Gesellschaft und Staat entstehen.

Neben unserem Beitrag gibt es noch viel weiteres Lesenswertes im Heft. Besonders ans Herz legen wollen wir euch natürlich die Beiträge unserer direkten Kolleg*innen am Weizenbaum-Institut: Jeanette Hofmann mit einer Infrastruktur-Perspektive auf die Corona-App (PDF), Rainer Rehak zu Datenschutzrisiken der App (PDF) und Florian Eyert zum Zusammenhang von Epidemie und Modellierung (PDF).

 

Weizenbaum im HomeOffice Podcast: Demokratie, Civic Tech und die Corona-Krise

In der Podcast-Reihe „Weizenbaum im HomeOffice“ sind Thorsten Thiel und Adriana Groh (Prototype Fund, Code for Germany) von Sascha Friesike zum Thema Demokratie in der Corona-Krise interviewt wurden. Ein einstündiges Gespräch über die Frage, welche längerfristigen Auswirkungen die Pandemie auf den Formwandel der Demokratie haben könnte und welche Bedeutung dem #WirvsVirus-Hackathon, den Adriana federführend mitorganisiert hat, zukommt. Viel Spaß beim Hören!

Future Histories Podcast: Demokratie in der digitalen Konstellation

Episode #29 des Future Histories Podcast von Jan Groos ist ein Gespräch mit unserem Forschungsgruppenleiter, Thorsten Thiel, über das Thema „Demokratie in der digitalen Konstellation„. Thorsten stellt in dem einstündigen Gespräch unter anderem unsere Gruppenforschung vor und erörtert  insbesondere Thesen aus dem Aufsatz zur digitalen Konstellation von Sebastian, Niklas und Thorsten (Open Access: hier) und seinen eigenen Aufsatz zu demokratietheoretischen Fragen in der postnationalen Konstellation vor (Open Access: hier).

Auch jenseits des Gesprächs mit Thorsten lohnt sich der Future Histories Podcast, der mit dieser Folge genau ein Jahr wird und dessen Macher, Jan Groos Anfang 2020 auch Fellow am Weizenbaum-Institut war, sehr. Für die ganze Liste an Episoden und Gesprächen – unter anderem mit Benjamin Seibel, Felix Stalder, unserer frühen Fellow Anna Verena Nosthoff, Philipp Staab und vielen mehr – schau mal hier.

Aufsatz: Widerstand und die Formierung von Ordnung in der digitalen Konstellation

Thorsten und Sebastian haben einen neuen Aufsatz veröffentlicht zum Thema „Widerstand und die Formierung von Ordnung in der digitalen Konstellation“ (Open Access). Der Beitrag leistet einen systematisierenden Vergleich von Widerstandsformen in der digitalen Konstellation – von oppositioneller Netzpolitik über Hacktivismus zur Bereitstellung alternativer Infrastrukturen –, aus der heraus die Dynamik von Ordnung und Widerstand erfasst und theoretisch reflektiert wird. Hieraus erwächst eine Kritik der Formierung von Herrschaft in der Gegenwart, welche die depolitisierende Restrukturierung von Handlungs- und Möglichkeitsräumen für gesellschaftliche Akteur*innen im Umgang mit digitaler Technik herausarbeitet. Der Beitrag ist Teil des von Robin Celikates und Frauke Höntzsch herausgegegebenen Sonderhefts der Zeitschrift für Politische Theorie (ZPTh) zum Thema „Widerstand, transnational„. Der Artikel ist hier als PDF verfügbar.